Sonstige Engerlinge

Dungkäfer (Aphodius spp.)

Zu dieser Gattung gehören mehre Arten, die gelegentlich schädlich werden. Je nach Art erreichen die erwachsenen Käfer eine Größe von 5 bis 13 mm. Im Vergleich zum Gartenlaubkäfer sind sie dunkler, die Körperoberseite weist keine Behaarung auf. Die Mundwerkzeuge sind durch einen Kopfschild bedeckt. Die Käfer schlüpfen erst im September und beginnen sofort mit der Eiablage. Die Engerline fressen auch im Winter und verpuppen sich im folgenden August

Ursprünglich sind die im Boden lebenden Engerlinge Zersetzer von toter organischer Substanz und Kot, insbesondere Kaninchenkot. Aphodius contaminatus kann aber auch als Schädling auf Rasenflächen vorkommen.

 

Borstenfeld des Engerlings, Rotbrauner Seidenkäfer

 

Rotbrauner Seidenkäfer (Serica brunea)
Länge 8 bis 10 mm. Es handelt sich um ein Insekt, das sandige Umgebung bevorzugt. Die Entwicklung der Larve dauert zwei Jahre, sie ernährt sich von Pflanzen- und vor allem Graswurzeln. Der Käfer fliegt am Abend und wird von Licht angezogen. Man sieht ihn im Frühjahr und im Sommer. Er ist recht verbreitet.

 

Engerling des Rotbraunen Seidenkäfers
Engerling des Rotbraunen Seidenkäfers

Nashornkäfer

Der Gemeine Nashornkäfer Oryctes nasicornis ist nicht schädlich und steht bei uns unter Artenschutz. Er gehört zur Unterfamilie der Riesenkäfer.  Seine Engerlinge leben in Komposten und Hackschnitzelhaufen.

Das adulte Männchen ist mit seinem nach hinten gebogenen Horn und dem gewölbten und eingekerbten Halsschild eine imposante Erscheinung.  Die Engerlinge können die stattliche Länge von über 10 Zentimetern erreichen und sind damit deutlich größer als die Engerlinge von Maikäfern.  Auch mit ihren rot umrandeten seitlichen Atemöffnungen sind sie von Maikäfern zu unterscheiden, deren Engerlinge gelb umrandete Öffnungen haben.

 

Larve des Nashornkäfers

oben: adultes Weibchen (links) und das imposante Männchen

 

links: Puppe des männlichen Nashornkäfers