Rüsselkäfer

Rüsselkäfer sind weltweit vermutlich mit über 60.000 Arten vertreten. Damit stellen sie die artenreichste Käferfamilie. In Mitteleuropa gibt es etwa 1200 Rüsselkäfer-Arten. Typisch für die Käfer ist ein rüssel- oder schnauzenförmig vorgezogener Kopf.

Die Larven leben im Boden oder in Pflanzen. Sie sind gedrungen, teils C-förmig gekrümmt und mit deutlich sklerotisierter Kopfkapsel, die Beine sind zu Kriechwülsten reduziert.

 

Die häufigsten Bodenschädlinge aus der Familie der Rüsselkäfer gehören zur Gattung Otiorhynchus. Häufigste Art ist der Gefurchte Dickmaulrüssler, Otiorhynchus sulcatus, siehe Menüpunkt Dickmaulrüssler. Die meisten bodenschädlichen Rüsselkäfer sind flugunfähig, sie haben verwachsene Flügeldecken. Dadurch sind diese Schädlinge recht standorttreu. Durch die überwiegend ungeschlechtliche Vermehrungsweise können sich schnell große Populationen aufbauen.

 

In letzter Zeit häufen sich Meldungen von Schäden, die auch durch andere Rüsselkäfer-Arten verursacht sind. Neben Privatgärten und Baumschulen ist auch der Hopfenanbau betroffen.