Gestreifter Blattrandkäfer (Sitona lineatus)

Gestreifter Blattrandkäfer (Sitona lineatus)

Verschiedene Arten der Gattung Sitona kommen an Erbsen vor. Die häufigste Art ist S. lineata. Die vier bis fünf Millimeter großen Rüssler sind hellbraun gefärbt und können fliegen. Die Käfer schädigen das junge Blattwerk keimender Erbsen und Bohnen (Vicia faba). Typisches Schadbild: die Blätter sind buchtenförmig vom Rand her angefressen.


Ab Mitte April erfolt die Eiablage, je Weibchen bis zu 1.000 Eier. Etwa drei Wochen später schlüpfen die beinlosen Larven, die im Boden an den Wurzeln fressen. Die für Leguminosen typischen Wurzelknöllchen werden bevorzugt. Der Schaden durch die Larven hält sich aber in Grenzen, der Fraß der Käfer ist wesentlich schlimmer.  Bei starkem Befall können die Keimlinge vernichtet werden!


Ab Ende Juni verpuppen sich die Larven in 10 bis 15 Zentimeter Bodentiefe. Die Jungkäfer schlüpfen ab Juli und gehen ab September in Winterdiapause.


Versuche zur Biologischen Bekämpfung der Larven mit entomophagen Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora) im Juni in Norddeutschland verliefen erfolgreich.