Gestreifter Blattrandkäfer (Sitona lineatus)

 

Gestreifter Blattrandkäfer (Sitona lineatus)

 

Verschiedene Arten der Gattung Sitona kommen an Leguminosen vor. Die häufigste Art ist S. lineata. Die 4 bis 5 mm großen Rüssler sind hellbraun gefärbt und können fliegen. Die Käfer schädigen das junge Blattwerk vorwiegend von Erbsen und Ackerbohnen (Vicia faba). Typisches Schadbild: die Blätter sind buchtenförmig vom Rand her angefressen.

 

Ab Mitte April erfolgt die Eiablage auf die Erdoberfläche. Anders als beim Dickmaulrüssler existieren Männchen und Weibchen und eine Begattung ist obligatorisch. Jedes Weibchen kann bis zu 1.000 Eier legen. Etwa 3 Wochen später schlüpfen die beinlosen Larven, die sich nun im Boden zu den Wurzeln bewegen. Ihr Ziel sind die Wurzelknöllchen, in die sie sich hineinfressen und teils vollständig zerstören.  Ab Ende Juni verpuppen sich die Larven in 10 bis 15 Zentimeter Bodentiefe. Die Jungkäfer schlüpfen ab Juli und gehen ab September in Winterdiapause. Es gibt nur eine Generation pro Jahr.

 

Der Schaden durch die Larven hält sich in Grenzen, der Fraß der Käfer ist meist wesentlich schädigender.  Bei starkem Befall können die Keimlinge vernichtet werden! Bei Ackerbohnen wurden Ertragsverluste bis 28 % festgestellt. Eine Verschiebung des Aussaattermins auf einen späteren Termin kann den Befall durch Blattrandkäfer reduzieren.

 

Versuche zur Biologischen Bekämpfung der Larven mit entomophagen Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora) im Juni in Norddeutschland verliefen erfolgreich. Ein natürlicher Gegenspieler von Blattrandkäfern ist der Vierfleck-Ahlenläufer (Bembidion quadrimaculatum), eine kleine Laufkäfer-Art.

 

Fraßschaden von Sitona lineatus an jungen Ackerbohnen